Digitalisierung nur mit dem MR!
Josef Gebhardt, 39 Jahre alt, ist Lohnunternehmer aus Gmund am Tegernsee. Ursprünglich kommt er von einem landwirtschaftlichen Betrieb in Krügling, Gemeinde Feldkirchen-Westerham. In den Ferien half er schon als Schüler auf dem Hof seines Onkels aus, der seine Produkte direkt vermarktete.
Nach der Schule entschied er sich für eine Ausbildung als Metzger, die er mit dem Meistertitel abschloss. Neben seiner Tätigkeit als Metzger ließ ihn die Landwirtschaft nie los und er gründete mit 21 Jahren das Lohnunternehmen Josef Gebhardt. Sein erstes Geld investierte er in eine Pflanzenschutzspritze. Schon kurz darauf kaufte er den ersten Traktor, denn der Flughafen München suchte Landwirte für den Winterdienst. Seit 16 Jahren räumt er auf den Flächen des Flughafens und kümmert sich um den Schneetransport.
Franziska: Wie hat sich dein Lohnunternehmen in den letzten Jahren entwickelt?
Sepp: Durch die guten Bedingungen konnte ich meinen Fuhrpark deutlich vergrößern. Der Zinssatz war niedrig und meine Arbeiten wurden von den Landwirten in der Region gerne
nachgefragt. So konnte ich mein Angebot breit aufstellen.
Franziska: Welche Arbeiten bietest du heute an?
Sepp: Im Frühjahr beginnen wir mit der Ausbringung von Gülle mit Schleppschuhtechnik und Festmist. Danach beginnt die Grünlandpflege mit Wiesenstriegel, Nachsaat und Walzen.
Ich habe auch viele Kunden außerhalb des Tegernseer Tals, dort können die Arbeiten meistens schon 7 bis 10 Tage früher erfolgen. Das ist für mich natürlich praktisch!
Franziska: Kannst du auch für Ackerbaubetriebe Dienstleistungen anbieten?
Sepp: Auf dem Acker übernehme ich die komplette Saatbettbereitung bis hin zur Aussaat von Mais, Getreide und Gras. Für die Pflege der Bestände biete ich die Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln oder Mineraldünger und das Hacken an. Gülle kann ich mit meinen Maschinen auch in den stehenden Mais bodennah ausbringen.
Franziska: Und wie sieht es mit den Erntearbeiten aus?
Sepp: Beim Silomais und bei der Grassilage decke ich die komplette Erntekette ab. Bei Getreide übernehme ich das Strohpressen. Beim Heu habe ich mich besonders auf Pferdebetriebe
spezialisiert und übernehme alle Arbeiten bis hin zur Einlagerung der Heuballen.
Franziska: Gerade bei Arbeitsspitzen kannst du bei dem großen Angebot nicht alle Arbeiten selbst ausführen. Wie hast du das organisiert?
Sepp: Ich habe einen Pool aus 25 selbständigen Fahrern, die alle selbst Landwirte sind und ihre Spezialgebiete haben. Ich denke, das ist es auch, was meine Kunden schätzen - die Qualität unserer Arbeit.
Franziska: Machst du die Abrechnung deiner Dienstleistungen selbst?
Sepp: Seit 2009 rechne ich über den Maschinenring ab. Meine Arbeit als Lohnunternehmer macht mir sehr viel Spaß, aber die Büroarbeit, die schmeckt mir einfach nicht. Ich bin froh, dass mir der MR das abnimmt.
Franziska: Möchtest du deine Abrechnung in Zukunft digitalisieren?
Sepp: Momentan haben wir noch auf allen Maschinen Lieferscheine, die wir nach erledigter Arbeit ausfüllen. Ich sammle die Lieferscheine und kontrolliere sie, wenn das Wetter schlecht ist. Dann fahre ich mit dem ganzen Papierkram in die Geschäftsstelle in Irschenberg und das MR-Team übernimmt die Abrechnung für mich. Ohne Maschinenring wäre ich völlig aufgeschmissen! Aber ich habe den Vorsatz gefasst, mich der Digitalisierung zu stellen, denn sie bringt ja viele Vorteile mit sich.
Franziska: Wie willst du die Digitalisierung angehen?
Sepp: Ab 2027 ist die zeitnahe digitale Erfassung der Pflanzenschutzmittel-Ausbringung Pflicht, deshalb muss ich mich jetzt damit befassen. Das „Mein Acker“-Paket vom Maschinenring
kommt mir sehr gelegen. Mithilfe des MR-Teams werde ich mein Lohnunternehmen Schritt für Schritt digitalisieren.
Franziska: Welche Bereiche von „Mein Acker“ sind für dich interessant?
Sepp: Eigentlich alle drei. Die Dokumentenablage brauche ich für mein Büro und die Erstellung von E-Rechnungen. Mit der Schlagkartei werde ich die Arbeiten für meine Kunden dokumentieren und die gesetzlichen Vorgaben einhalten. Und der dritte Bereich „Lohnarbeiten“ wird mir und dem Maschinenring die Abrechnung der Arbeiten erleichtern.
Franziska: Welche Zukunftspläne hast du für dein Lohnunternehmen?
Sepp: Ich werde das Angebot für die Landwirte weiterhin breit halten, damit ich sie durch das ganze Jahr begleiten kann. Neue zukunftsträchtige Technik interessiert mich, da gehe ich gerne mit der Zeit. Der gute Service für meine Kunden ist mir sehr wichtig.