Arbeiten als Betriebshelfer: Man lernt nie aus!
Josef Kirchberger arbeitet seit November 2024 beim Maschinenring als festangestellter Betriebshelfer. Der 28-Jährige interessiert sich schon, solange er sich erinnern kann, für alle Themen rund um die Landwirtschaft, obwohl seine Eltern in seinem Heimatort Irschenberg keinen landwirtschaftlichen Betrieb besitzen. Allerdings gibt es in seiner Verwandtschaft einige aktive Landwirte, bei denen er in seiner Freizeit viel mitgeholfen hat. Im Interview stellen wir Euch Sepp und seinen Beruf als Betriebshelfer vor.
Franziska: Welche Ausbildung hast du gemacht?
Sepp: Nachdem ich auf den landwirtschaftlichen Betrieben meiner Verwandtschaft immer gerne mitgeholfen habe, war es für mich klar, dass ich Landwirtschaft lerne. Nach der Lehre habe ich die Winterschule in Holzkirchen besucht und mich zum staatlich geprüften Wirtschafter weitergebildet. Außerdem habe ich den LKW-Führerschein gemacht.
Franziska: Wo hast du nach deiner Ausbildung gearbeitet?
Sepp: Zuerst habe ich über fünf Jahre bei einer Firma im Baugewerbe gearbeitet. Dort bin ich LKW, Bagger, Raupenfahrzeuge und Tieflader gefahren. Danach war ich auf einem landwirtschaftlichen Betrieb festangestellt. Dort war nach dem Tod des Großvaters Not am Mann und mit 120 Milchkühen konnte die Familie meine Hilfe gut brauchen.
Franziska: Wie bist du auf die Idee gekommen, als Betriebshelfer beim MR zu arbeiten?
Sepp: Mein Cousin wusste, dass der Maschinenring dringend Betriebshelfer sucht. Ich hatte Lust, mir das mal anzuhören und habe mich beim Geschäftsführer Michael Höhensteiger vorgestellt. Das Gespräch war sehr nett und unkompliziert und die Arbeit hat sich interessant angehört. Seit November 2024 bin ich beim MR festangestellt.
Franziska: Wo bist du zurzeit im Einsatz und wie läuft dein Arbeitstag ab?
Sepp: Momentan bin ich auf zwei Betrieben im Einsatz. Die Einsatzleiterinnen vom Maschinenring achten immer darauf, dass die Fahrzeiten zwischen den Einsatzbetrieben nicht zu lang sind. Die Arbeit auf den beiden Betrieben lässt sich gut kombinieren, weil ein Betrieb zu festen Zeiten im Melkstand melkt und der andere bei der Stallarbeit flexibler ist, weil dort mit Melkroboter gearbeitet wird.
Franziska: Vom Anbindestall bis hin zum Betrieb mit Melkroboter kann dir bei deinen Einsätzen jegliche Art von Technik begegnen. Wie kommst du mit den unterschiedlichen Bedingungen zurecht?
Sepp: Bei meiner Ausbildung habe ich gelernt, mit jeder Technik zurecht zu kommen. Ich interessiere mich dafür und informiere mich auch in meiner Freizeit über die moderne Technik in der Landwirtschaft. Außerdem hatte ich bisher bei meinen Einsätzen immer das Glück, dass ich von der Betriebsleiter-Familie gut eingewiesen wurde. Das kann natürlich bei einem Notfall auch mal anders verlaufen. Aber dann werden wir vom MR-Büro gut auf die Situation vor Ort vorbereitet.
Franziska: Kannst du den Beruf als Betriebshelfer weiterempfehlen?
Sepp: Als Betriebshelfer lernt man nie aus. Man bekommt Einblicke in viele verschiedene Betriebe, kann Kontakte zu Menschen in der Region knüpfen und neue Ideen entwickeln. Gerade Junglandwirten empfehle ich den Beruf, weil man viele Anregungen für den eigenen Betrieb mitnehmen kann. Außerdem wird meine Arbeit von den Familien der Einsatzbetriebe sehr geschätzt. Sie sind froh, dass ich da bin und ihnen helfe. Mir macht meine Arbeit als Betriebshelfer Spaß und mittlerweile frage ich mich, warum ich da nicht schon viel früher draufgekommen bin.